Tu du’s für dich und die Welt!

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Wir freuen uns sehr, dass das Projekt #17Ziele von Engagement Global unser Literaturcamp Bonn 2019 als Goldpartner unterstützt! Das Projekt wird von einem vierköpfiges Team betreut: Christian Mäntele, Samera Zagala, Kristina Löhr und Christina Kossmann. Alle vier gemeinsam haben uns schon von ihren frühesten Erfahrungen mit Büchern erzählt beim Blick in die Lese-Seele(n). Tu du’s für dich und die Welt! Mit diesem Appell richtet sich das Projekt #17Ziele an alle Bürgerinnen und Bürger, gerade aber auch an junge Menschen, die nachhaltige Veränderungen mit tragen können. Heute wollen wir euch das Projekt mal intensiver vorstellen, vielleicht ist ja was für euer Engagement dabei. 

Logo des Projektes #17 Ziele in blauer Farbe

 

 

Bunt ist es im Büro des Projektteams #17Ziele im Bonner Stadtteil Gronau: Messestellwände schmücken die Wand, riesige Jenga-Würfel sind in einer Ecke aufgetürmt, Siebdruckrahmen stehen auf dem Regal, ein Stapel Bierdeckel liegt auf dem Schreibtisch. Überall springen das bunte Design der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und Schlagworte wie „Klimaschutz“, „Gleichheit“ oder „Konsum“ ins Auge.

17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung auf dieser Welt erreichen – das klingt erst einmal wie eine wirklich große Aufgabe. Das sieht auch Christian Mäntele, Leiter des Projekts #17Ziele von Engagement Global so. „Mit den Zielen haben wir jetzt aber erstmals einen Plan für nachhaltige Entwicklung, eine Landkarte dafür, wie wir vorgehen wollen“, erklärt er. Dabei handele es sich nicht nur um Themen, die allein von Politik und Wirtschaft auf der ganzen Welt behandelt werden sollten; die Umsetzung fange im Kleinen an, bei jedem einzelnen Menschen – auch hier in Deutschland, so Christian Mäntele. Um das zu verdeutlichen, hat Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kreative Wege gefunden, die besonders auch junge Menschen für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung begeistern.

#17Ziele von Engagement Global beim UN Tag Bonn
Foto: Barbara Frommann

Spielerisch und konkret statt abstrakt und komplex.

Das ist die Devise des Teams in Bonn: Die Ziele sollen Spaß machen. So ist man mit einem eigens umgebauten Schäferwagen auf Musikfestivals, Messen oder Veranstaltungen unterwegs. Wo immer das farbenfrohe 17-Ziele-Mobil auftaucht: Es ist ein Hingucker und weckt Neugier. Ob beim Haldern Pop Festival, Lollapalooza oder auf der Fanmeile der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin: Die Menschen schauen vorbei, kommen ins Gespräch, probieren einfach mal aus, mit einem Fahrrad zur Energiegewinnung ihr Handy aufzuladen, oder stapeln riesige Jenga-Würfel im 17-Ziele-Look – auch, um zu erkennen, wie die einzelnen Ziele zueinander stehen. Im Gespräch erlebt das Projektteam oft, dass sich gerade junge Menschen intensiv mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen. Konsum, Mobilität und Umweltschutz stehen dabei im Fokus. Das gilt es mit den 17 Zielen zu verknüpfen und gleichzeitig aufzuzeigen, was die jungen Menschen direkt in ihrem Umfeld wie Schule, Freundeskreis, Familie, Verein oder Stadt tun können. erklärt Christian Mäntele. Dazu eignen sich einfache und praktische Tipps für nachhaltigen Konsum, wie zum Beispiel Strom zu sparen, weniger Wasser zu verbrauchen, keine Lebensmittel zu verschwenden. So könne es gelingen, die Menschen zu motivieren und zu ermutigen, sich aktiv für die Nachhaltigkeitsziele in ihrem Alltag einzusetzen.

Das Team vom Projekt 17 Ziele mit bunten Kartons Kristina Löhr, Christina Kossmann, Samera Zagala und Christian Mäntele von links nach rechts stehend
Das #17Ziele-Team: Kristina Löhr, Christina Kossmann, Samera Zagala und Christian Mäntele (v.l.n.r).
Foto: Engagement Global

Der Wal sucht vergeblich ein Mahl und dem Hecht geht es schlecht.

Poetry Slam bewegt – besonders junge, politisch-kulturell Interessierte fühlen sich von den witzigen, nachdenklichen oder provokativen Texten angesprochen. Beim 17 Ziele Poetry Slam traten in den Vorentscheiden in vier Städten und beim großen Finale in Berlin Slammerinnen und Slammer aus ganz Deutschland gegeneinander an. Rita Apels „Kindergedicht vom Mikroplastik“ war eines der Höhepunkte der Veranstaltungsreihe, ihr Abschlussreim hallte lange nach: „ … weil Plastik unkaputtbar ist, die Erde aber nicht.“ So sieht es Simon Baumann, einer der Regisseure des Spots „Schwarzes Loch“. Ihn hat die kreative Herangehensweise inspiriert. Sein Film über die Grenzen des Konsums wurde auf den Internationalen Wirtschaftsfilmtagen 2018 mit dem Prix Victoria in Gold ausgezeichnet und ist unter den Gewinnern der Cannes Corporate Media & TV Awards 2018. Baumann und seine Mitstudierenden der Hochschule für Fernsehen und Film München, der Hochschule Macromedia Köln und München haben im Rahmen einer Projektarbeit mehrere Filmclips zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung produziert. „Wir sind mit einer gesunden Portion Selbstironie und Spaß an das Projekt herangegangen“, erzählt der junge Regisseur. Dass viel Kreatives entsteht, wenn man junge Menschen mit einbezieht, beweisen auch die Studierenden der Rheinischen Fachhochschule Köln. Wie lassen sich die Ziele zum Stadtgespräch machen? Ihre Antwort: Indem wir sie auf Bierdeckel drucken. Eingekölscht natürlich, schließlich sind Kölner echte Lokalpatrioten. „Jede Jeck is anders“ heißt es zum Beispiel bei Ziel 5 zur Geschlechtergleichstellung, oder „Denn he hält m’r zosamme. Ejal, wat och passeet“ zum Ziel 17, Partnerschaften. Diese Idee macht Schule – mittlerweile gibt es die 17 Ziele-Bierdeckel im Berliner und Allgäuer Dialekt, weitere Dialekte sind in Arbeit. Die vielfältigen Ideen kommen an: Filmclips schaffen es in die Kinos – gewinnen gar Preise, Bierdeckel werden der Aufmacher der Zeitung und ein Poetry Slam-Text wird zum Hit. Für Christian Mäntele steht fest: Letztlich hängt der Erfolg der 17 Ziele davon ab, dass alle mitmachen. Staaten und Organisationen genauso wie jede und jeder Einzelne – alle können einen Beitrag leisten: sei es Verpackungsmüll zu vermeiden, mehr Fahrrad zu fahren oder in einer Bürgerinitiative aktiv zu werden. Je mehr Menschen mitmachen, desto eher gelingt es, gemeinsam eine bessere, gerechtere und nachhaltigere Welt zu gestalten.

Am 11. Mai beim Literaturcamp könnt ihr das Projektteam selbst befragen!

Euer Organisations-Team

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