Schreiben, Lesen, Kabarett

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Die Tickets unserer ersten Verkaufswelle waren so schnell weg wie nie zuvor und wir freuen uns über euer Interesse. Alle, die noch kommen möchten, dürfen sich auf die zweite Ticketwelle Ende März freuen. Wir geben den Termin rechtzeitig bekannt.

Ein Blick in die Lese-Seele

Wie angekündigt blicken wir diesmal in die Lese-Seele von Vera Nentwich, die sich seit Jahren intensiv für die Interessen der unabhängigen Autorinnen und Autoren einsetzt und dem Selfpublisher-Verband e.V., der zum zweiten Mal Sponsor des Literaturcamp Bonn ist, nun im zweiten Jahr als 1. Vorsitzende vorsteht.

Vera Nentwich ist lustig und irgendwie ungewöhnlich. Ob das daran liegt, dass das Jahr 1959, in dem sie geboren wurde, ein ganz besonders gutes Weinjahr war? Die hauptberufliche IT-Beraterin ist nicht nur etablierte Autorin heiterer Romane und Krimis. Ihre Lesungen begeistern regelmäßig das Publikum. Da ist es nur konsequent, dass sie sich nun anschickt, die Kabarettbühne zu erobern. Ihr lang erwartetes Kabarettsolo »Frau-sein ist auch keine Lösung« zeigt uns die Welt der Geschlechter aus der Sicht einer besonderen Frau. Einer, die durch ihren »männlichem Migrationshintergrund« Geschlechtergrenzen gesprengt hat. Ein Thema, dass sie in ihrem aktuellen Buch »Wunschleben« tiefer beleuchtet. Über ihre Erfahrungen als Autorin und Selfpublisherin berichtet sie regelmäßig auf ihrem Blog »Veras Welt«.

Wurde dir als Kind vorgelesen?

Nein, daran kann ich mich nicht erinnern. Ich glaube, meine Eltern waren überrascht, als ich später von alleine anfing, Bücher in Mengen zu verschlingen.

An welches Kinderbuch erinnerst du dich gern?

Meine frühesten Bucherinnerungen sind die grünen Karl-May-Bände, die ich wirklich alle gelesen habe. Später dann hatte es mir Ephraim Kishon angetan.

Wie gern liest du auf einer Skala von 1 (= nur Notwendiges) bis 10 (= ohne Buch/eReader fühlt sich meine Hand nackt an)?

Ich lese ständig irgendwas, also muss ich sicher 10 sagen.

Vera Nentwich lehnt auf einem Holztresen mit aufgeschlagener Zeitung vor sich.
Vera Netwich, Autorin und Kabarettistin
Foto: Thomas Nentwich

Was liest du am liebsten?

Ich lese regelmäßig die Tageszeitung und eine Wochenzeitung, dazu diverse Zeitschriften. Natürlich habe ich eigentlich immer mindestens ein gerade begonnenes Buch in meiner Nähe liegen.

Wenn du liest, wann liest du am liebsten?

Die Tageszeitung ist mein Mittagspausenritual. Am Wochenende auch gerne bei Frühstück im Lieblingsbistro. Zu Büchern greife ich eher am Abend oder im Urlaub.

Was liest du gerade?

Ich habe gerade einen Reisebericht durch die Normandie von Stefanie Bisping gelesen, weil ich überlege, selbst mal dorthin zu reisen. Angefangen habe ich „Wir sehen uns beim Happy End“ von Charlotte Lucas.

Was war die Motivation, dieses Buch auszuwählen und worum geht es in dem Buch?

Ich liebe Happy Ends. Ich möchte sogar sagen, dass ich es nicht mag, wenn mich ein Buch mit schweren Gedanken oder gar in irgendeiner Weise traurig zurücklässt. Ich mag es positiv und da hat mich der Titel beim Schlendern durch den Buchladen angesprungen. In dem Buch geht es konsequenterweise um eine Frau, die, wie ich, gerne gute Enden hat und sogar Geschichten mit traurigen Enden entsprechend umschreibt. Wir sind also quasi seelenverwandt.

Liest du lieber analog oder digital? Und bitte auch warum analog/digital (je nach Antwort vorher)?

Kommt darauf an. Zum gemütlichen Lesen mag ich eher das gedruckte Buch, zumal ich es liebe, durch den Buchladen zu bummeln und mich von einem Buch einfangen zu lassen. Sachbücher oder Bücher, die ich mehr aus informativen Gründen lese, können auch gerne E-Book sein, zumal ich es schätze, diese auch spontan neben den Geschäftszeiten auf meinen Reader laden zu können.

Was ist für dich bei einem Buch wichtig?

Neben meiner Vorliebe für die positive Botschaft bevorzuge ich Geschichten, die in der Jetztzeit und der realen Welt spielen. Mit Ausnahme von Zeitreisen, die mich immer wieder faszinieren. Letztlich muss mich der erste Absatz des Buches in die Geschichte ziehen.

Hast du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor bzw. eine Lieblingsautorin?

Es gibt ein Buch, das ich alle Jahre wieder lese. Es heißt „Girl“ von David Thomas und erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, an dem versehentlich eine Geschlechtsumwandlung vorgenommen wurde.

Danke für deine Zeit!

Tipps für die Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse steht bald an und wir wollen auf Veranstaltungen unserer Sponsoren aufmerksam machen:

Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren veranstaltet gemeinsam mit dem Selfpublisher Verband die Reihe „Selfpublisher und ihre LektorInnen“ am Do., Fr. und So. jeweils um 15:30 Uhr, Forum Halle 5, Stand D600

Und unser Sponsor epubli organisiert eine Diskussion zum Thema „Entwicklung einer Geschichte – Verschiedene Schreibtypen und ihre Vor- und Nachteile“; die Diskussion findet statt am 24.3. 12:00 bis 12:30 Uhr, Halle 5, Stand D600.

Ihr könnt hier mehr Informationen über diese Veranstaltungen und auch weitere Veranstaltungen bekommen: https://www.epubli.de/blog/messeveranstaltungen-lbm19

Viel Spaß beim Schmökern!

Euer Organisations-Team

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